Hallstadt bekommt eine Artothek

Hallstadt bekommt eine Artothek:

„Wir setzen ein klares Signal für Kunst und Kultur“, sagte Bürgermeister Thomas Söder, nachdem sich der Hauptverwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung grundsätzlich für die Errichtung einer Artothek in der Fischergasse 6 aussprach. Zuvor stellte die Hallstadter Künstlerin, Waltraud Scheidel, das Konzept vor und erntete Zuspruch aus allen Fraktionen.

Kunst für alle
In seiner Juni-Sitzung entschied der Stadtrat, dass das Anwesen Fischergasse 6 als Haus für Kunst und Kultur genutzt werden soll. Waltraud Scheidel, die ihr Atelier in der Mainstraße führt, machte den Vorschlag, eine Artothek in der Fischergasse einzurichten und auch Menschen die Kunst nahe bringen, die sich für gewöhnlich eher weniger für diese Sachen interessieren und keine Vernissagen besuchen.

Förderung auf dem Land
Durch eine Artothek kann Hallstadt neue Akzente setzen und wäre in Oberfranken die erste Stadt mit solch einer Einrichtung. Der Berufsverband für bildende Künstler Oberfranken hat bereits seine Unterstützung zugesichert. Denn gerade von überregionalen Ebene gibt es Bestrebungen, Kunst nicht nur in Ballungszentren sondern auch auf dem Land zu fördern.

Mögliche Finanzierung
Das zuständige Planungsbüro RSP, Bayreuth, wird beauftragt, das Projekt bei seinen weiteren Planungen zu berücksichtigen. Des Weiteren veranschlagt die Künstlerin Scheidel drei bis fünf Prozent der geschätzten Kosten für die Artothek. Zuerst müsse man einen Fundus aufbauen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. „Die Stadt könnte die Kunstwerke kaufen oder die Künstlerinnen und  Künstler diese für die Ausleihe zur Verfügung stellen.“ Die Betreuung zu den noch fest zulegenden Öffnungszeiten könnten Ehrenamtliche übernehmen. Alternativ könnte ein Nebenraum als Atelier genutzt werden, um Synergieeffekte zu nutzen.

Was ist eine Artothek?
Eine Artothek ist prinzipiell mit einer Bibliothek vergleichbar. Interessierte können sich aus einem Fundus ein Kunstwerk gegen eine kleine Gebühr ausleihen. Die Ausleihe ist ab 16 Jahren möglich und kostet in München aktuell 3 Euro (privat) und 7 Euro (gewerblich).